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Spätneolithikum

Dolchzeit 2.300-1.900 v.Chr: Die Flintschmiedekunst erreicht ihren Höhepunkt, es gibt praktisch nichts was die Flintschläger nicht aus Flint hätten fertigen können. Wie eine große Masse an Funden aus unserer Gegend zeigt. In dieser Zeit entstehen die prächtigen Fischschwanzdolche, die den Bronzedolchen nachempfunden sind.So entstand ein großer Existenskampf der Handwerker, die seit Jahrtausenden das Monopol auf ihren Rohstoff den "Stahl des Nordens" (Flintstein) hatten und nun durch die Bronzegießer ihr Handwerk bedroht sahen! So erreichten die Steinartefakte dieser Epoche eine Perfektion, die nie wieder erreicht wurde oder die sie nie zuvor erreicht hatten. Dennoch ließ sich der Fortschritt nicht aufhalten und das Flintschmiedehandwerk stirbt langsam aber unaufhaltsam aus.Allerdings war an Bronze nicht so leicht heranzukommen, denn es ist eine Legierung aus Kupfer und Zinn (90 % Kupfer und 10 % Zinn), was beides nicht im Norden zu finden ist, und erst importiert werden mußte, und demzufolge sehr wertvoll und rar war. Und so arbeiteten die Handwerker dieser Epoche die Bronzeformen aus Flint nach. Sogar die Gußnähte, wie an dem oberen Dolchgriff zu sehen ist, wurden nachgeahmt. Die Menschen dieser Zeit lebten von Ackerbau und Viehzucht, die Jagd spielte eine untergeordnete Rolle.

Dolchzeit

ab 2.300 v.Chr.