Startseite Links Gästebuch Geologie 1 Geologie 2 Feuerstein Paläolithikum 1 Paläolithikum 2 Mesolithikum Ertebölle Ertebölle 1 Ertebölle 2 Frühneolithikum Frühneolithikum 2 Megalithgräber Mittelneolithikum Einzelgrabkultur Spätneolithikum Bronzezeit Vorrömische Eisenzeit bilder MittelneolithikumMittelneolithikum Mittelneolithische Fundplätze gibt es in ostholstein in großer Zahl, die meisten steinzeitlichen Funde aus meiner Heimat Stammen aus dieser Epoche.Mit der Jungsteinzeit beginnt eine Entwicklung des Menschen, wie es sie in den vorangegangenen Jahrtausenden der Menschheitsgeschichte nicht gegeben hat. Durch die Einführung von Ackerbau und Viehhaltung vor gut 6000 Jahren, kommt es auch in Ostholstein zur allmählichen Umwandlung der Natur in eine Kulturlandschaft. Der Mensch wird nun durch seine produzierende Wirtschaftsweise und durch seine besitz- und raumbezogene Lebensweise zum aktiven Nutzer und Gestalter der Landschaft.Trotzdem ist festzustellen, dass sich die bäuerliche Lebensweise anfangs nur lokal auswirkte: Die Menschen lebten auf "Rodungsinseln" oder natürlichen Lichtungen, meist in der Nähe des Wassers, wo sich die wenigen Häuser der kleinen Einzelsiedlungen und die Anbauflächen befanden.Erst im sog. Mittelneolithikum ab ca. 3.500 v.Chr. sind Landschaftsumwandlungen in größerem Ausmaß festzustellen, wobei auch hier zwischen kurzzeitigen Eingriffen und länger wirksamen, sozusagen "nachhaltigen" Faktoren der Landschaftsveränderung (z. B. durch andauernde Bewirtschaftung) zu unterscheiden ist. Dass es bereits während der Jungsteinzeit größere Offenlandbereiche gegeben haben muß, ist anzunehmen.Für das Siedlungsbild der späteren Jungsteinzeit scheint die Verbreitung der Fundstellen - und damit die Platzwahl der damaligen Menschen - vorrangig von der Morphologie der Landschaft bestimmt worden zu sein. Dies zeigen Kartierungen von Gräbern, Siedlungsplätzen und Flintschlagplätzen aus dieser Zeit. Typisch für die Jungsteinzeit - wie auch für die gesamte urgeschichtliche Wirtschaftsweise in Mitteleuropa - ist die Lage der Plätze an guten Aussichtspunkten, z. B. auf Geländespornen und an ziemlich allen Flüssen und Seen Ostholsteins, wie auch wieder in der Niederung des Oldenburgergrabens. Die Massen an Flint, die die Siedlungsplätze der von mir beschriebenen Gegend herrvorbringen, weisen wohl darauf hin, dass hier vermutlich Flintknollen den Menschen reichlich als Arbeitsmaterial zur Verfügung standen. Abbaugebiet (Sammelgebiet) war z.B. die Steilküste Weißenhaus. "Bergfrischen" Flint hat es anscheinend reichlich gegeben.Die Häuser dieser Zeit waren strohgedeckt und hatten Flechtwerkwände aus Weide oder Hasel, die mit Lehm verputzt waren. Leitfunde dieser Zeit sind Dicknackige geschliffene Flintbeile und Rundschaber aus Flint die in der Regel die größte Fundgruppe stellen.Die Jahresdurchschnittstemperatur ist ca. 1 Grad wärmer als heute. Der Meeresspiegel liegt bei ca. -2 m NN Um 3.500 v.Chr. |