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Bronzezeit

Auch aus der Bronzezeit ist eine große Zahl erhaltener archäologischer Denkmäler überliefert, aber bis jetzt kaum ergraben. Ausschließlich in Form von Grabhügeln, die damals zumeist in größerer Zahl auf von weitem sichtbaren Anhöhen erbaut wurden, wurden in meiner Heimat untersucht. Diese bewußte Positionierung auf natürlichen Höhen legt nahe, dass die Grabhügel von weitem sichtbar sein sollten, woraus man schließen könnte, dass die damalige Landschaft teilweise offen gewesen sein müßte. Die zum Teil heute noch landschaftsprägenden Hügelgräber, wie z.B der Hellberg (Gemeinde Harmsdorf), der bei guter Sicht sogar von Fehmarn noch auszumachen ist, diente wohl nicht nur als Grabstätte eines großen Teils der Bevölkerung, sondern war sicher auch eine Art Gebietsmarkierung oder Landmarke. Viele dieser Anlagen fielen einer im 19. Jh. weit verbreiteten Raubgräberei zum Opfer. Viele Spuren dieser Raubgrabungen lassen sich auch heute noch gut an den damals nicht gesetzlich geschützten Denkmälern erkennen.Seit der mittleren Bronzezeit (ab ca. 1400 v. Chr.) werden Brandbestattungen immer üblicher. Der Bau großer Grabhügel wird aufgegeben, der Reichtum der Beigaben nimmt deutlich ab. Stattdessen werden teilweise sehr große Urnengräberfelder mit kleineren Erdhügeln angelegt und diese haben sich zumeist räumlich an den älteren Großgrabhügeln orientiert.Pollenanalysen aus anderen Regionen Norddeutschlands bestätigen den weitgehend waldlosen Charakter der bronzezeitlichen Landschaft, was vermutlich vor allem durch eine intensive Beweidung verursacht worden ist. Die Überweidung der Bronzezeit führte zur Verschlechterung der Bodenqualität und zur Entstehung erster größerer Heideflächen, welche der Imkerei wohl dienlich war, denn das Wachs der Bienen war bestimmt wichtiger Grundstoff für die Bronzegießer dieser Zeit.Die als Nordische Bronzezeit (ca. 1900 v. Chr.) bezeichnete Bronzezeit Nordeuropas und Skandinaviens setzte entsprechend der Ausbreitung der Bronzezeit erst verzögert ein. Kupfer und Zinn mussten mangels eigener Lagerstätten importiert werden. Bernstein diente als begehrtes Exportgut und wurde so zum „Gold des Nordens“. Die Metallgegenstände unserer Region gehören zu den schönsten erhaltenen Produkten der Bronzezeit.

Bronzezeit

ab 1.900 v Chr.